Fatburner – Arten, Wirkung und Gesundheitszuträglichkeit

Was sind Fatburner?

Es handelt sich um Substanzen, die bei der Gewichtsreduktion unterstützend wirken können. Fatburner bestehen aus bestimmten Inhaltsstoffen (auf diese gehen wir weiter unten noch genauer ein), die den Stoffwechsel anregen und den Appetit zügeln, was zu einem Gewichtsverlust führen kann. Gleichzeitig fördern sie den körpereigenen Fettabbau.

Welche Arten von Fatburnern gibt es, und worin bestehen die Unterschiede?

Folgende Arten gibt es, die unterschiedlich auf den Körper wirken:

Thermogene Präparate

Viele der Fatburner, die auf dem Markt erhältlich sind, wirken über den Effekt der Thermogenese. Dabei wird die Fettverbrennung durch die Erhöhung der Körpertemperatur und/oder Stoffwechsel beschleunigt. Die Beschleunigung der Fettverbrennung wird durch aufputschende Mittel wie Koffein oder Guarana erreicht.

 

Schilddrüsen-Regler

Die Schilddrüsen-Regler funktionieren ähnlich wie thermogene Fatburner, nur dass diese über die Schilddrüse wirken. Allerdings funktionieren diese nicht über einen aufputschenden Inhaltsstoff, sondern durch Stimulierung der Schilddrüse, die damit mehr Hormone produziert und auf diesem Wege den Stoffwechsel ankurbelt. Hier sollte beachtet werden, dass eine künstlich erzeugte Schilddrüsenüberfunktion nichts anderes ist, als sich selbst mit Absicht krank zu machen. Auch bei dieser Methode wird mehr Energie als üblich verbrannt. Doch stehen die gesundheitlichen Gefahren in keinem Verhältnis zum Abnehmeffekt.

Carbo- und Fett-Blocker

Fett-Blocker verfolgen das selbe Ziel wie Fatburner. Allerdings sollen Fett-Blocker verhindern, dass neues Fett, welches aus der Nahrung aufgenommen wird, im Körper gespeichert wird, während Fatburner dabei unterstützen die bereits vorhandenen Fettpolster abzubauen. Carbo-Blocker funktionieren genauso wie Fett-Blocker. Dabei soll das Speichern von Kohlehydraten verhindert werden, welche sonst in Fett umgewandelt werden würden.

Anmerkung: Die Wirksamkeit von Kohlenhydratblockern und Fettblockern ist umstritten.

Wie funktionieren Fatburner?

Fatburner kurbeln den Energielevel an und beeinflussen damit den Stoffwechsel, um die Fettverbrennung zu unterstützen. Einige Fatburner fördern eine sogenannte „Thermogenese“. Das bedeutet, dem Körper wird „eingeheizt“, sodass der Körper selbst ruhend mehr Fett verbrennt als er es ohne Fatburner tun würde.

Koffein

Um den Stoffwechsel durch Fatburner anzuregen, sind die klassischen Inhaltsstoffe Guarana und Kaffee, welche den Stoffwechsel durch einen aufputschenden Effekt ankurbeln. Durch den erhöhten Puls führt es zu einer erhöhten Kalorienverbrennung.

Ephedrin und Synephrin

Der Appetit wird bei einigen Fatburnern durch spezielle Inhaltsstoffe wie Ephedrin und Synephrin gezügelt, was zu einem Gewichtsverlust führt. Ephedrin wirkt zusammen mit Koffein als Stimulanz, Appetitzügler und Fatburner, der signifikant beim Abnehmen hilft. Ephedrin wurde aufgrund von vermehrten Einzelberichten von schwerwiegenden Nebenwirkungen in den USA vom Markt genommen und ist auch in Deutschland nicht für die Gewichtsreduktion zugelassen. Synephrin hingegen ist ein frei verkäuflicher „Ersatzstoff“ für Ephedrin.

Chitosan

Bei dem Inhaltsstoff Chitosan werden mit Hilfe dieses Stoffes die Fette im Körper gebunden und daher schneller und unverdaut ausgeschieden. Chitosan besteht aus Krill, einer kleinen Krebsart oder kann auch durch Fliegenlarven gewonnen werden.

L-Carnitin

Ein weiterer Inhaltsstoff bei Fatburnern ist L-Carnitin. Dieser kommt in natürlichen Lebensmitteln wie vor allem in Fleisch vor. Er sorgt dafür, dass der Transport von Fett in das Energiekraftwerk des Körpers gefördert wird. Der Haken ist nur, dass die Anzahl der Mitochondrien im Körper entscheidend für die Wirkung ist. Und die Anzahl der kleinen Kraftwerke lässt sich nur mit regelmäßigem Ausdauertraining steigern.

 

Anwendung und Dosierung

Die Dosierung solcher Präparate unterliegt der persönlichen Konstitution und den eingesetzten Produkten. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Einnahmearten entschieden werden: Kapseln, Liquid oder Kaugummi.

Bei den Fatburner-Kapseln sollten jeden Tag insgesamt zwei Kapseln zu den Hauptmahlzeiten mit reichlich Wasser geschluckt werden. Die Einnahme zum Frühstück und Mittagessen ist optimal. Der Vorteil der Kapseln liegt darin, dass diese schneller vom Körper in Umlauf gebracht werden können. Somit wird die Fettverbrennung schneller stimuliert, welche einen Fettabbau der Körperzellen garantiert.

Was bringen Fatburner?

  • Es gibt mehrere gute Gründe um Fatburner einzunehmen. Denn diese machen weit mehr als nur die Fettverbrennung anzukurbeln. Sie unterstützen den Körper mit Wirkstoffen, die den Stoffwechsel erhöhen und dadurch mehr Kalorien verbrennen. Des Weiteren unterdrücken manche Präparate durch ihre Zutaten den Appetit, und diese Tatsache erleichtert das Durchhalten einer Diät wesentlich.
  • Durch die geringere Nahrungsaufnahme hat man naturgemäß weniger Energie, weshalb der Stoffwechsel dazu neigt einzuschlafen. Fatburner steuern diesem Problem entgegen, indem sie Koffein enthalten, welches dem Körper mehr Energie gibt ohne zusätzliche Kalorien zuzuführen.
  • Die Konzentration während einer Diät wird bei manchen Menschen durch das Nachdenken über die nächste Mahlzeiten beeinträchtigt. Fatburner können dazu beitragen die Konzentration zu verbessern und den Kopf für andere Dinge freizumachen. Manchen Menschen hilft dies dabei nicht dem ständigen Drang ausgesetzt zu sein, ans Essen denken zu müssen.
  • Ein weiterer positiver Effekt von Fatburnern ist der Inhaltsstoff von grünen Tee, welcher antioxidant wirkt.

Risiken und Nebenwirkungen

Künstliche Fatburner sind eine Mischung aus natürlichen und künstlich hergestellten Stoffen, die in Form von Tabletten eingenommen werden können. Aufgrund von möglichen Nebenwirkungen sollten künstliche Fatburner immer nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Manchmal enthalten diese Produkte sogar Inhaltsstoffe, deren Abgabe hier in Deutschland wegen der zahlreichen Nebenwirkungen zu Recht nicht uneingeschränkt möglich ist (zum Beispiel Ephedrin, welches appetithemmend und subjektiv leistungssteigernd wirkt). Manche Stoffe wirken auf die Schilddrüse und können eine unangenehme Überfunktion hervorrufen, die gesundheitsschädlich ist und zu Herzrasen, Ostheoporose und Herzproblemen führen kann.

Bei der Einnahme und Dosierung solcher Mittel ist von einer Überdosierung abzusehen, da diese Nebenwirkungen herbeiführen können. Vor allem bei künstlichen Präparaten können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Durchfall und Erbrechen
  • Magenschmerzen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Nervosität
  • Zittern
  • allgemeines Unwohlsein
  • Überhitzung des Körpers und alle möglichen Folgen, die sich daraus ergeben können

 

Natürliche Fatburner hingegen weisen keine bzw. kaum Nebenwirkungen auf. Daher spricht nichts dagegen natürliche Mittel wie eine Tasse Kaffee, grünen Tee oder etwas Ananas zu sich zu nehmen.

Fazit

Auch Fatburner sind keine Wundermittel, denn wer permanent über seinem täglichen Kalorienbedarf liegt, nimmt zwangsläufig zu. Wer einer Gewichtsreduktion entgegenwirken möchte, der sollte seinen täglichen Kalorienbedarf nicht überschreiten und auf eine ausreichende Bewegung achten.

Weiterführende Informationen:

Buchtipps zum Thema:

  • Fetzner, Dr. Angela: Fatburner – So schmilzt das Fett
  • Grillparzer, Marion: Fatburner: So einfach schmilzt das Fett weg
  • Grillparzer, Marion: Fatburner-Smoothies: Turbo-Schlankmacher aus dem Mixer (GU Ratgeber Gesundheit)
  • (Kein Autor): Fatburner – Das Kochbuch: Iss dich gesund!
  • Morell, Katharina: Fatburner: Satt essen & trotzdem abnehmen – Ohne Diät 15 % mehr Körperfett abbauen mit den 100 besten Rezepten und Rezeptideen

 

Bilder: Pixabay.com