Wirkungsweise

Glaubersalz und Bittersalz gehören neben Rizinusöl zu den aggressivsten Abführmitteln. Doch wie funktioniert das Abführen mit Glaubersalz und Bittersalz eigentlich?

Was genau geschieht im Körper, wenn Glauber- oder Bittersalz zugeführt werden?

Warum wirkt Glaubersalz so schnell?

Dem Nahrungsbrei, welcher sich im Darm befindet, wird das Wasser nicht entzogen, wie es normalerweise der Fall wäre. Aufgrund dieser Tatsache entsteht Durchfall. Anstatt über den Urin ausgeschieden zu werden, bleibt das Wasser im Darm, was zu einer raschen Darmentleerung führt. Wie Sie bei dem Abführen mit Glaubersalz oder Bittersalz feststellen werden, müssen Sie auf die Einnahme hin zwar häufig auf die Toilette gehen, doch urinieren müssen Sie kaum.

Ist es bedenklich, dass Glaubersalz zum Durchfall führt?

Man muss ganz klar sagen, dass ein Abführen mit Glaubersalz nicht gesund ist – vor allem nicht dann, wenn regelmäßig mit diesem Mittel abgeführt wird. Bittersalz ist jedoch auch keine gesündere Alternative. Bei dem im Rahmen des Abführens entstehenden Durchfall gehen dem Körper Wasser, Kalium und andere Salze verloren.

Darüber hinaus hat Durchfall die Konsequenz, dass eingenommene Medikamente, also auch die Antibabypille, ihre Wirksamkeit verlieren können, da sie vorzeitig aus dem Körper ausgeschieden werden.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass Sie kein Abführmittel regelmäßig einnehmen, sondern Ihre Verdauung stattdessen anhand natürlicher Mittel anregen.

 

Wer fastet, sollte unbedingt abführen

Mit natürlichen Methoden kommt jedoch jemand nicht voran, der fastet: Da der Körper keine weitere Nahrung mehr erhält, stellt er seine Verdauungsaktivitäten ein, und Rückstände (diese werden in naturmedizinischen Kreisen auch als Schlacken bezeichnet) sammeln sich an – auch dann, wenn man bereits über eine Woche keine Nahrung mehr zu sich genommen und am ersten Fastentag abgeführt hat.

Doch nicht bei allen Fastenkuren müssen Sie abführen: Wenn Sie eiweißmodifiziert fasten (Beispiel: Almased), führen Sie dem Körper genügend Nahrung zu, sodass er seine Verdauungsaktivitäten nicht einstellen wird. Bei den letzteren Fastenkuren wird außerdem häufig nicht auf Kaffee verzichtet, sodass keinerlei Verdauungsprobleme auftreten.

Leerer Magen

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